Nach Bavumas 179 und Jansens Five-for: Südafrika macht den Sack zu – Australien um ein Innings und 31 Runs geschlagen
Die Proteas vollendeten in St George's Park eine sensationelle Wende, warfen Australien am Schlusstag für 295 raus und glichen die Serie 1:1 aus – drei Tage nach Temba Bavumas 179 aus 110:6 und einen Tag nach Marco Jansens 5:33, das Australien für 99 abfertigte.

GQEBERHA, Südafrika — Drei Tage nachdem Temba Bavumas 179 Südafrika aus 110:6 gerettet hatte, und einen Tag nachdem Marco Jansens 5:33 Australien für 99 rausgerissen hatte, machten die Proteas den Sack stilvoll zu. Australien wurde in der Schlusssession des fünften Tages für 295 rausgebowlt, Südafrika gewann den zweiten Test in St George's Park am Donnerstag um ein Innings und 31 Runs, glich die Drei-Spiel-Serie 1:1 aus und bereitete einen Entscheider in Newlands in Kapstadt ab Dienstag vor.
Es war ein Comeback, das niemand kommen sah. Der Großteil der ersten beiden Tage war dem Regen zum Opfer gefallen, und als am Morgen des dritten Tages endlich die Sonne herauskam, taumelte Südafrika – zum Schlagen geschickt – bei 110 für 6, während Australien auf seinem 214-Run-Sieg im Durban-Serienauftakt aufbauen wollte. Bei 110 für 6 schien der Test schon entschieden – stattdessen schrieb Südafrika eines der bemerkenswertesten Comebacks der jüngeren Test-Geschichte.

Stattdessen lieferte Bavuma das prägende Innings seiner Karriere. Der südafrikanische Kapitän machte monumentale 179 aus 334 Bällen – 18 Vieren und eine Sechs – in spielentscheidenden Partnerschaften mit Marco Jansen (85 aus 100 Bällen, neun Vieren und drei Sechsen) und Simon Harmer (82 aus 157), die Bavuma-Harmer-Partnerschaft mit Rekord-183 für das achte Wicket. Südafrika deklarierte bei 425 für 9, und der Test stand auf dem Kopf.
Was folgte, war ein Gemetzel. Jansen, der hochgewachsene Linkshänder, nutzte steilen Bounce und scharfe Seam-Bewegung, um einen atemberaubenden Kollaps anzuführen: Australien wurde für 99 abserviert, Bavuma verhängte das Follow-on, und am Mittwoch verloren die Touristen 13 Wickets über beide Innings zusammen – bemerkenswert für einen einzigen Tag eines regengeschädigten Tests.

Die Verletzung von Anrich Nortje machte die Leistung noch außergewöhnlicher. Der Express-Schnelle verließ das Feld mit Verdacht auf Leistenverletzung drei Bälle nach Beginn seines vierten Overs in Australiens erstem Innings und bowlte für den Rest des Matches nicht mehr – Kagiso Rabada, Wiaan Mulder, Jansen und Harmer mussten die gesamte Last tragen.
Tag fünf verlangte 81 Overs Widerstand von Australien, doch Regen wischte die gesamte Morgensession weg, bevor das Spiel mit den Touristen bei 156 für 4 begann. Overnight-Centurion Travis Head, 87 beim Wiederbeginn, komplettierte sein 13. Test-Century – erst sein zweites außerhalb Australiens –, bevor ihn seine natürliche Aggressivität verriet: Bei 121 hackte er einen steigenden Mulder-Ball auf die eigenen Stumps.
Heads Aus nach 190 Bällen brach Australiens Rückgrat. Steve Smith, mit einem im ersten Innings zugezogenen steifen Nacken kämpfend und auf Nummer sieben heruntergesetzt, hielt 20 Bälle für seine 3 durch, bevor er Rabada nach Midwicket fehlschlug, wo Matthew Breetzke den Fang jonglierte und im zweiten Versuch hielt. Mulder testete Smiths Nacken mit einem First-Ball-Bouncer – der Moment fasste einen rücksichtslosen Heimangriff zusammen.
Nightwatchman Scott Boland sorgte für immense Frustration, schlug 166 Bälle für ein Karrierebestwert-Test-40, bevor Mulder kurz nach dem Tee seine Verteidigung durchs Tor durchbrach. Kapitän Pat Cummins fiel für 4 in Mulders nächstem Over, Rabada bowlte Mitchell Starc für 11 mit einer Innenkante, und passenderweise beendete Jansen es – Josh Hazlewood edgte den ersten Ball hinter zu den Slips. Alex Carey blieb mit 37 ungeschlagen.
Rabada, in seinem ersten Test nach langer Verletzungspause, nahm 4 für 77; Mulder, am Vortag wicketlos und teuer, nahm am Schlusstag 3 für 64; Harmer fügte 2 für 93 zu seinen 82 hinzu; und Jansen beendete das Match mit sechs Wickets. Südafrika, gab Bavuma zu, habe „ein bisschen gekratzt, unsicher wegen des Wetters", bevor die letzten sechs Wickets fielen.
Die Zahlen erzählen die Geschichte einer Wende: 13 australische Wickets an einem einzigen Tag, ein Follow-on nach 99 im ersten Innings und am Ende ein Sieg um ein Innings und 31 Runs. Es war Südafrikas Antwort auf den 214-Run-Sieg Australiens in Durban.
Das Ergebnis wirbelt die World-Test-Championship-Tabelle durcheinander. Australien bleibt vorne, doch die Punktequote fiel von 81,82 auf 75,00; Neuseeland liegt mit 72,22 auf Platz zwei; und Südafrikas Innings-Sieg hob sie von 60,00 auf 66,67 PCT und Platz drei – nur 8,33 Punkte hinter den Führenden, ein deutlich engeres Rennen an der Spitze als noch vor einer Woche.
Cummins war deutlich: „Ich fand, wir haben guten Kampf gezeigt, aber es reichte nicht ganz. Wir waren weit von unserem Besten entfernt." Vor dem Entscheider am Dienstag, 27. Oktober, in Newlands drohen harte Auswahlentscheidungen – in Kapstadt stehen die Serie und möglicherweise das WTC-Finalrennen auf dem Spiel.
Bavuma, zum Spieler des Matches gewählt, sagte, sein Team habe mit „gutem alten Test-Cricket" gewonnen – den Gegner zermürben, dann zuschlagen, wenn der Moment kommt. Doch zum langen Feiern war ihm nicht. „Es gibt noch Arbeit, ein weiteres Match steht an", sagte er. Der Entscheider beginnt am Dienstag in Newlands.
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