Jansens Five-for zerreißt Australien für 99: Südafrika vor Serienausgleich
Australien wurde am vierten Tag des zweiten Tests in Gqeberha für 99 all out gebowlt, und Marco Jansens Five-for brachte Südafrika auf sechs Wickets an einen serienausgleichenden Sieg heran — die Touristen mussten dem Follow-on folgen.

GQEBERHA — Temba Bavuma gönnte sich keine Ehrenrunde. Stattdessen sah der südafrikanische Kapitän am vierten Tag des zweiten Tests zu, wie seine Bowler die Arbeit erledigten: Marco Jansens Five-for zerlegte Australien für 99 und brachte die Proteas auf sechs Wickets an den Serienausgleich.
Nachdem sie am Mittwochmorgen im St George's Park bei 3 für 1 weitermachten, wurden die Australier in 42,3 Overs für 99 all out — ihre niedrigste Erste-Innings-Punktzahl in einem Test, seit Südafrika sie 2016 in Hobart für 85 eingewickelt hatte. Mit 326 Runs Rückstand mussten sie dem Follow-on folgen; am Ende des vierten Tages standen sie in ihrem zweiten Innings bei 156 für 4, noch 170 Runs zurück, mit Travis Head bei unbeirrten 87.
Dreizehn Wickets fielen an einem Tag, der für Australien als Rettungsmission begann und als Überlebenskampf endete. Die Proteas mussten derweil kaum über ein zweites Innings nachdenken: Die Führung war so gewaltig, dass Bavuma das Follow-on verhängte — obwohl sich Fast Bowler Anrich Nortje mit einer Leistenverletzung herumschlug, die ihn am Morgen auf 3,3 Overs limitiert hatte.
Jansens Five-for zerlegt Australien

Jansen, groß und linkshändig, schlug mit dem ersten Ball des Tages zu: Nightwatchman Scott Boland fing sich einen Fang hinter den Wickets, ohne seinen Übernacht-Score auszubauen. Danach holte er Head, Matt Renshaw, Alex Carey und Beau Webster für 5 für 33 aus 11 Overs — einen Tag nach seinen 85 Runs mit dem Schläger. Er wurde erst der zweite Südafrikaner seit der Wiederzulassung, der in einem Test gegen Australien einen Five-for holte und ein Half-Century erzielte.
Kagiso Rabada (2 für 33) und Wiaan Mulder (2 für 14) teilten sich die restlichen Wickets, Nortje holte eins, ehe er humpelnd abbrach. Steve Smith, der einzige Australier über 14, top-scorete mit 28 aus 88 Bällen — ein Innings, das ihn auf 11.000 Test-Runs trug, als erst dritten Australier nach Allan Border und Ricky Ponting. Doch der Meilenstein hatte seinen Preis: Smith brauchte während seines Knocks wiederholt Behandlung wegen Nackenproblemen, wurde später mit Nackenstütze als Zuschauer gesehen und schlug im zweiten Innings nicht. Sky Sports berichtete, er werde nach einem ähnlichen Vorfall im ersten Test einen weiteren Gehirnerschütterungstest absolvieren.
Der Kollaps war die jüngste Wendung in einem wild schwankenden Match. Die ersten beiden Tage fielen weitgehend dem Wetter zum Opfer, und Südafrika stand in seinem ersten Innings bei 110 für 6, ehe Bavuma mit einem Test-Bestwert von 179 aus 334 Bällen antwortete — 132 für das siebte Wicket mit Jansen und eine südafrikanische Rekord-Partnerschaft von 183 für das achte Wicket mit Simon Harmer, der 82 machte. Südafrika deklarierte bei 425 für 9 — eine Ansage, die Scott Bolands 5 für 81 und Mitchell Starcs 3 für 89 in den Schatten stellte.
Für Australien war der Tag ein Katalog vertrauter Schwächen gegen den sich bewegenden Ball. Opener Nic Maddinson schied im ersten Over für null aus, der Nightwatchman starb sofort, und zum Lunch hatten die Touristen sechs Wickets verloren. Nur Smith hielt irgendetwas zusammen, und als Mulder einen Ball durch seine Deckung zurückschlug, faltete sich das Tail eilig zusammen. Australiens viert-niedrigste Punktzahl gegen Südafrika erzählt ihre eigene Geschichte; zum Follow-on gebeten zu werden — erst das dritte Mal seit 1988 — erzählt den Rest.
Heads Widerstand im zweiten Innings

Das zweite Innings bot immerhin Widerstand. Maddinson schied erneut billig aus und edgte Rabada für acht zu Wicketkeeper Ryan Rickelton, doch Head und Marnus Labuschagne legten 92 für das zweite Wicket nach und stoppten den Absturz. Head, im ersten Innings von Jansen für 14 lbw geschickt, war beim zweiten Mal ein anderes Kaliber — Fifty aus 81 Bällen, Tagesende bei unbeirrten 87 aus 138 Bällen mit neun Fours. Labuschagne (39) starb beim Versuch, Harmer aus dem Ground zu schlagen, gefangen von Jansen nahe der Boundary; Renshaw, Held von Australiens 214-Runs-Sieg im ersten Test in Durban, wurde von Rabada für 11 gebowlt; und Webster wurde von Harmer für acht kurz vor Stumps lbw gefangen — Boland, am zweiten Abend in Folge als Nightwatchman geschickt, musste mit Head überleben.
Head hält nun Australiens Schicksal. Ohne ihn stehen den verbliebenen anerkannten Battern — Smith kann nicht schlagen, Alex Carey kommt noch, dann das Tail — ein langer Finaltag bevor, an dem Südafrika nur sechs Wickets braucht. Eine explosive Session, und die Serie steht 1:1 vor Newlands für den dritten Test, der am 27. Oktober in Kapstadt beginnt. Ein weiteres Head-Epos, und Bavumas Männer müssen womöglich doch noch schlagen — 170 weitere Runs brächten Australien gleichauf.
Es war eine bemerkenswerte Woche in Gqeberha. Vor vier Tagen sah Südafrika aus der Serie draußen aus — in Durban schwer geschlagen und bei 110 für 6 am Rutschen. Ihr Kapitän antwortete mit einem Innings, das nach eigener Aussage eine mentale Hürde beseitigte — und nun hat ihr großer Allrounder ihnen die Oberhand gegeben. Jansens Match — 85 mit dem Schläger, fünf für 33 mit dem Ball — ist die Art kompletter Leistung, die Serien entscheidet.
Für Australien türmen sich Fragen. Smiths Fitness ist die akute; die Technik des Middle Orders gegen erstklassiges Pace Bowling die tiefere. Cummins' Angriff, in Durban so dominant, wo Josh Hazlewood 6 für 49 holte, wurde in Gqeberha an jeder Ecke übertrumpft.
Tag fünf beginnt mit sechs Wickets zwischen Südafrika und einem der großen Test-Turnarounds — und mit Head, der immer noch da ist und sich weigert, die Serie leise gleiten zu lassen.
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