Brandon Millers Karrierebestleistung von 39 Punkten führt die Hornets zum 110:103 gegen die Wizards
Brandon Miller erzielte eine Karrierebestleistung von 39 Punkten und seinen 500. Dreier in seiner Karriere, als die Charlotte Hornets die Washington Wizards mit 110:103 im Spectrum Center schlugen und auf 3:1 kletterten.

Millers Nacht schreibt Geschichte neu
Brandon Miller bescherte den Zuschauern im Spectrum Center am Montag eine Nacht, die sie nicht vergessen werden: Mit einer Karrierebestleistung von 39 Punkten führte er die Charlotte Hornets zu einem 110:103-Sieg gegen die Washington Wizards. Der Sieg, der am Montagabend in Charlotte und in den frühen Morgenstunden des Dienstags in Tiflis ausgetragen wurde, brachte Charlotte auf 3:1 in dieser Saison, den ersten 3:1-Start seit 2021-22, während Washington auf 2:2 abrutschte. Miller war weit mehr als nur der beste Werfer des Spiels. Er traf 15 von 28 Würfen aus dem Feld, darunter 5 von 10 Dreiern, und legte sechs Rebounds, einen Assist, drei Steals und zwei Blocks auf, bei einem Plus-minus-Wert von plus 16. Es war das zweite Spiel in Folge, in dem er mindestens 30 Punkte erzielte, nach seiner 34-Punkte-Leistung gegen Miami zwei Tage zuvor, und es bestätigte, wie zentral er für ein Hornets-Team geworden ist, dem noch immer wichtige Spieler fehlen.
Eine erste Halbzeit auf dem Rebound aufgebaut
Die Geschichte wurde schon vor der Pause geschrieben. Mit etwas mehr als acht Minuten in der zweiten Viertelzeit traf Miller seinen 500. Dreier in seiner Karriere und wurde damit der zweitschnellste Spieler in der Geschichte der NBA, der diese Marke erreichte. Er schaffte es in 170 Spielen, nur hinter Duncan Robinson, der 152 Spiele brauchte, und deutlich vor Stephen Curry, der 221 Spiele benötigte. Miller hatte zur Halbzeit 18 Punkte, und Charlotte führte mit 54:44 nach der Pause, nachdem es Washington im zweiten Viertel mit 35:23 übertroffen hatte. Das erste Viertel war andersherum gelaufen, Washington führte mit 21:19, doch Charlottes Aufschwung im zweiten Viertel veränderte den Charakter des Spiels.

Das Rebounding war das Fundament. Charlotte gewann das Reboundduell insgesamt mit 54:41, und der Vorsprung in der ersten Halbzeit war mit 30:19 noch deutlicher. Dieser Vorteil brachte 19 Second-Chance-Punkte vor der Pause, während Washington, eine Mannschaft, die gerne schnell spielt, in der ersten Halbzeit null Fast-Break-Punkte erzielte. Moussa Diabate war zentral für diese Kontrolle und beendete das Spiel mit 11 Punkten und 17 Rebounds, während Naz Reid 18 Punkte und 12 Rebounds beisteuerte. Grayson Allen steuerte 15 Punkte von der Bank bei. Für ein Hornets-Team ohne Coby White, der mit einer Wadenverletzung ausfällt, und Kon Knueppel, der mit einer Oberschenkelverletzung fehlt, war diese gemeinsame Arbeit am Brett genauso wichtig wie Millers Wurfleistung.
Washingtons Stars halten das Spiel offen
Washington gab nicht auf, und seine beiden Stars hielten die Partie am Leben. Anthony Davis führte die Gäste mit 29 Punkten und 10 Rebounds an, bei 11 von 22 Würfen aus dem Feld und 3 von 6 Dreiern. Trae Young legte 22 Punkte und 10 Assists auf, dazu sechs Rebounds, er lenkte die Offensive und fand Davis immer wieder, darunter bei einem spektakulären Alley-oop-Dunk, der die heimischen Fans kurzzeitig verstummen ließ. Kyshawn George erzielte in diesem Spiel 20 Punkte bei 8 von 14 Würfen und setzte damit einen starken Saisonstart fort. Seine 22 Punkte hatte George im vorherigen Spiel Washingtons erzielt, dem Sieg gegen Chicago, nicht hier, und diese Unterscheidung ist wichtig: Am Montag war er effektiv, aber nicht ganz die Kraft, die er zwei Tage zuvor gewesen war.

Washington musste zudem ohne seinen eigenen fehlenden Star auskommen. Top-Pick AJ Dybantsa saß erneut wegen einer Knöchelverstauchung aus der Vorbereitung aus, sodass Davis und Young eine schwere Last tragen mussten. Charlotte gewann das dritte Viertel mit 26:24, und obwohl ein 9:2-Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit den Rückstand auf drei Punkte verkürzte, hielten die Hornets stand. Jedes Mal, wenn Washington drohte, fand Charlotte eine Antwort, oft durch einen Offensivrebound oder einen rechtzeitigen Miller-Korb. Die Hornets schützten den Ball deutlich besser als in ihren ersten Spielen und begingen nur elf Ballverluste, ein Saisonbestwert, eine Disziplin, die Washington die einfachen Schnellangriffe verwehrte, die es haben wollte.
Der Schlussspurt und was er bedeutet
Charlotte beendete das Spiel mit Gelassenheit. Washington gewann das vierte Viertel mit 35:30, doch die Hornets gaben die Führung, die sie sich aufgebaut hatten, nie ab, und Millers späte Punkte hielten die Gäste auf Distanz. Für Charlotte ging es bei diesem Sieg um mehr als eine Nacht. Miller hatte in der Woche zuvor eine fünfjährige Vertragsverlängerung über 209 Millionen Dollar als Rookie-Scale-Deal unterschrieben, und Leistungen wie diese zeigen, warum das Franchise ihn als Eckpfeiler verpflichtet hat. Er hat nun in zwei Spielen in Folge hohe Punktzahlen geliefert, während er in Abwesenheit von White und Knueppel zusätzliche Verantwortung trägt, und seine Kombination aus Distanzwurf, Länge und defensiver Aktivität gibt Cheftrainer Charles Lee einen Spieler, auf den sich Gegner einstellen müssen.
Für Washington waren die Lehren klar. Davis und Young lieferten die Zahlen, die man von einem Star-Duo erwartet, und George erreichte erneut 20 Punkte, doch die Wizards wurden am Brett geschlagen und bei losen Bällen geschlagen, und ihre Halbfeld-Offensive erstarrte in der ersten Halbzeit zu oft in Davis-Isolationen. Cheftrainer Brian Keefe wird sich von der Nebenbesetzung mehr erhoffen und eine deutlich stärkere Defensiv-Reboundleistung, wenn die Mannschaften wieder aufeinandertreffen. Charlotte reist nun am Mittwoch nach Detroit, während Washington am selben Abend nach Cleveland fährt. Wenn Miller weiterhin so trifft und Charlotte weiterhin das Reboundduell gewinnt, könnte der vielversprechende Start der Hornets mehr sein als eine frühe Überraschung der Saison.
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