USA an der Spitze, als die Ringer-WM in Astana zu Ende geht
Die USA führten den Endstand der Medaillen in Astana mit 7 Gold, 2 Silber und 6 Bronze an.

Astana endet mit den USA an der Spitze
Als am Sonntag in der Barys Arena in Astana die Matten eingerollt wurden, hatten die Senioren-WM im Ringen 2026 eine klare Endreihenfolge. Die USA führten die Gesamtmedaillenwertung mit sieben Gold, zwei Silber und sechs Bronze an, insgesamt fünfzehn. Iran folgte mit sechs Gold, vier Silber und fünf Bronze, Russland wurde mit vier Gold, drei Silber und sieben Bronze, insgesamt vierzehn, Dritter. Diese Reihenfolge, nach den letzten Finals am 2. November gemeldet, ist die Geschichte der Meisterschaft: ein neuntägiges Turnier vom 24. Oktober bis 1. November, in dem sich Tiefe statt einer einzigen Überraschung durchsetzte.
Die USA gewannen zudem das Freistil-Mannschaftsrennen der Männer mit 194 Punkten vor Russland (185) und Iran (133). Russland wurde in dieser Freistil-Wertung trotz Platz drei gesamt Zweiter: Medaillen belohnen Spitzen, Mannschaftspunkte vollständige Aufgebote.
Ein Schlusstag, der die Tabelle bestätigte statt neu zu schreiben
Die Freistil-Finals der Männer am Sonntag schlossen das Turnier. Spencer Lee aus den USA gewann den Titel in der Klasse bis 57 kg durch technische Überlegenheit und schlug Roman Bravo-Young aus Mexiko mit 10:0. Levi Haines schlug dann Mohammad Nokhodilarimi aus Iran mit 4:3 in der Klasse bis 79 kg. In derselben Session holte Trent Hidlay aus den USA Silber bis 92 kg und verlor mit 2:3 gegen Amanula Gadzhimagomedov aus Russland, während Inalbek Sheriev aus Russland Nurkozha Kaipanov aus Kasachstan mit 10:4 in der Klasse bis 74 kg schlug.
Zuvor im Freistilprogramm hatte Kyle Dake aus den USA Arseniy Dzhioev aus Aserbaidschan mit 3:2 in der Klasse bis 86 kg geschlagen. Es war wichtig für die amerikanische Gesamtzahl, doch bis zur Schlusssession nur ein Teil eines größeren Bildes – wie auch Kyle Snyders Gold bis 97 kg und Amir Zares Titel bis 125 kg für Iran, gewonnen mit 11:0 gegen Abdulla Kurbanov aus Russland.

Indien: eine Bestleistung aller Zeiten, getragen von seinen Frauen
Indiens siebter Platz war seine beste Gesamtplatzierung aller Zeiten – besser als ein geteilter zehnter Platz 2010 – und alle vier Medaillen kamen vom Frauenteam. Die Frauen wurden Vierte in der Medaillenwertung und Fünfte in der Mannschaftswertung mit 94 Punkten, die auch Platzierungen in allen zehn Klassen belohnt.
Manisha Bhanwalas Gold bis 59 kg war der Durchbruch: Indiens erste Senioren-Weltmeisterin der Frauen schlug Abigail Nette aus den USA mit 8:6, nachdem sie 0:6 zurückgelegen hatte, zum 6:6 ausglich und das Comeback mit einem entscheidenden Beinangriff vollendete. Es war erst der zweite Senioren-WM-Titel für einen indischen Ringer nach Sushil Kumar im Jahr 2010.
Neelam Sirohi holte Silber bis 50 kg und verlor im Finale durch Schultersieg gegen Yui Susaki aus Japan, während Kajal Dhochak Silber bis 76 kg holte, nach einem Halbfinal-Comeback von 1:7 zu einem 10:7-Sieg gegen Aiperi Medet Kyzy aus Kirgisistan. Tanu Sharma vervollständigte den Satz mit Bronze bis 72 kg. Vorbehalt für den Olympiazyklus: Bhanwalas 59 kg und Sharmas 72 kg sind nicht olympisch, beide stehen vor einem Wechsel – Bhanwala peilt 57 kg an –, während Sirohis 50 kg und Dhochaks 76 kg bereits olympisch sind.
Kirgisistan: fünf Medaillen, kein Gold und eine vertraute Frustration
Kirgisistan holte fünf Medaillen – zwei Silber, drei Bronze – aus einem 22-köpfigen Team, aber kein Gold zum zweiten Jahr in Serie. Ernazar Akmataliev holte Silber bis 70 kg und verlor mit 2:5 gegen Ibragim Ibragimov aus Russland, und Meerim Zhumanazarova holte Silber bis 68 kg und verlor mit 3:4 gegen Jia Long aus China. Malik Shavaev gewann Freistil-Bronze bis 86 kg, während Akzhol Makhmudov bis 82 kg und Amantur Ismailov bis 72 kg Bronzemedaillen im griechisch-römischen Stil gewannen.
Kirgisistan wurde Fünfter im Freistil, Zehnter im Frauenringen und Vierzehnter im griechisch-römischen Stil. Der fünfte Platz im Freistil ist für ein kleines Programm eine echte Leistung. Doch das fehlende Gold – wie 2025, als Kirgisistan ebenfalls zwei Silber und drei Bronze gewann – wird zu Hause am meisten schmerzen. Beide Finalisten verloren knapp.

Was Astana tatsächlich verändert hat
Drei Schlussfolgerungen bleiben: Erstens ist der US-Vorteil nun strukturell statt starabhängig – fünf Freistil-Goldmedaillengewinner und neun Medaillengewinner aus zehn Startern deuten auf ein System hin, das fast überall Anwärter hervorbringt. Zweitens bleibt Iran der vollständigste Herausforderer, mit sechs Goldmedaillen und einem überlegenen Titel im griechisch-römischen Stil – vier Gold und Medaillen in neun von zehn Klassen –, auch wenn das Freistilteam Dritter wurde. Drittens weitet sich das Verfolgerfeld: Indiens Frauen, Kirgisistans Freistilteam, Japans Frauen um Susaki und Chinas Frauengold zeigen, dass WM-Medaillen nicht mehr auf wenige Nationen beschränkt sind.
Diese Weitung ist das gesündeste Ergebnis von Astana. Die USA gewannen, Iran und Russland folgten auf dem Podium, und die denkwürdigste Einzelsgeschichte gehörte einer Ringerin aus der siebtplatzierten Nation. Ob jemand die Tiefe der Top drei über dreißig Klassen, neun Tage und drei Stile erreicht, ist nach den Belegen aus der Barys Arena ein schwierigerer – und interessanterer – Test.
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