Curry explodiert nach der Pause – Warriors schlagen Heat 120:100 zum sechsten Sieg in Folge
Stephen Curry erzielte 22 seiner 29 Punkte nach der Pause, als die Golden State Warriors die Miami Heat im Chase Center mit 120:100 besiegten.

Stephen Curry brauchte nur eine Halbzeit, um alle daran zu erinnern, warum die Golden State Warriors plötzlich das heißeste Team der NBA sind. Der zweimalige MVP erzielte 22 seiner 29 Punkte nach der Pause am Donnerstagabend, dem 5. November, als Golden State ein zur Pause ausgeglichenes Spiel drehte und die Miami Heat im Chase Center in San Francisco mit 120:100 besiegte. Der Sieg war der sechste in Folge für die Warriors, eine bemerkenswerte Wende nach einem 0:3-Start in die Saison 2026/27, und er brachte sie auf 6:3. Curry überholte zudem Oscar Robertson und rückte mit einem Dreier im ersten Viertel auf Platz 17 der ewigen Scorerliste der NBA vor.
Langsamer Beginn, dann der Schalter umgelegt
Nichts in der Anfangsphase deutete auf einen gemütlichen Abend für die Gastgeber hin. Miami begann aggressiv und erspielte sich in den ersten Minuten eine zweistellige Führung, nutzte den langsamen Offensivstart von Golden State und führte nach dem ersten Viertel mit 29:26. Vor allem Curry wirkte aus dem Rhythmus: Er traf nur einen seiner ersten acht Feldwürfe und stand zur Pause bei zwei von zehn aus dem Feld und nur sieben Punkten. Für ein Team, das so oft von seinem erfahrenen Superstar getragen wird, ist das normalerweise der Moment, in dem die Schwierigkeiten beginnen.
Golden State ließ sich jedoch nicht abhängen. Draymond Green hielt die Offensive mit scharfem Passspiel in Bewegung, fand die Cutter und bestrafte Miami, sobald sich die Verteidigung zu sehr auf Curry konzentrierte, während Will Richard nach seinem zweiten Start in dieser Saison für einen frühen Funken sorgte und die ersten beiden Körbe der Warriors erzielte, beide nach Green-Assists. Das zweite Viertel blieb umkämpft, und Curry fand schließlich mit einem Schnellangriff-Korbleger nach einem langen Green-Pass den Weg zum Korb und brachte Golden State 1:38 Minuten vor der Pause erstmals in Führung. Miami antwortete, und die Teams gingen mit 53:53 in die Pause, ein Ergebnis, das den Gästen schmeichelte.

Das dritte Viertel, das alles entschied
Was auch immer in der Halbzeitpause in der Kabine der Gastgeber gesagt wurde, es wirkte sofort, auch wenn Miami zu Beginn des dritten Viertels kurzzeitig wieder mit 61:58 in Führung ging. Golden State antwortete mit einem 18:3-Lauf, der das Spiel auf den Kopf stellte, und Curry stand im Mittelpunkt: Er erzielte 14 Punkte in diesem Viertel bei vier von fünf Würfen, darunter drei Dreier. Die Warriors gewannen das Viertel mit 38:23 und machten aus einem ausgeglichenen Spiel eine 91:76-Führung; der 26:9-Lauf legte Miamis Schwierigkeiten offen, die Perimeterverteidigung zu organisieren und den Ball zu kontrollieren, als Golden State das Tempo erhöhte.
Curry beendete das Spiel mit 29 Punkten bei neun von 19 Würfen, darunter sechs Treffer bei zwölf Dreierversuchen, und verwandelte alle fünf Freiwürfe. Er steuerte vier Assists bei und beging in 28 Minuten keinen Ballverlust, und er verfolgte die Schlussphase von der Bank, als das Ergebnis feststand. Es war das jüngste Kapitel einer produktiven Phase, zu der auch ein dramatisches Comeback gegen die Los Angeles Lakers gehörte, und es unterstrich eine vertraute Wahrheit über dieses Team: Selbst an einem Abend, an dem Curry mit zwei von zehn beginnt, hat Golden State mittlerweile genug um ihn herum, um im Spiel zu bleiben, bis er seinen Wurf findet.
Green, Lendeborg und die Bank
Wenn Curry für die Feuerwerke sorgte, lieferte Draymond Green die Struktur. Der erfahrene Forward beendete das Spiel mit elf Assists, einer Saisonbestleistung, fand immer wieder die Cutter und hielt die Offensive flüssig, ohne dass Curry jeden Korb selbst kreieren musste. Rookie Yaxel Lendeborg steuerte 17 Punkte, acht Rebounds, sechs Assists und drei Steals bei, während Georges Niang 13 Punkte von der Bank erzielte. Die Reservisten von Golden State kamen zusammen auf 53 Punkte – eine Tiefe, die an einem Abend zählte, an dem die Starter Zeit brauchten, um ihren Rhythmus zu finden –, und die Warriors erzwangen zudem 19 Ballverluste von Miami.
Miamis Abend: starke Starts, verblassendes Finish
Miamis beste Spieler lieferten respektable Einzelleistungen ab, konnten aber nach der Pause nicht mit der kollektiven Leistung von Golden State mithalten. Davion Mitchell führte die Heat mit 22 Punkten und acht Assists an, während Giannis Antetokounmpo 20 Punkte und 14 Rebounds verbuchte und Bam Adebayo 18 Punkte und zehn Rebounds beisteuerte – damit hatten die Gäste zwei Double-Doubles an diesem Abend. Antetokounmpo erzielte jedoch in der zweiten Halbzeit nur vier Punkte, als sich die Verteidigung von Golden State um ihn herum verdichtete, und die frühe Offensivkontrolle der Heat verblasste, als die Warriors den Druck erhöhten.

Es gab auch eine emotionale Nebenhandlung. Klay Thompson kehrte erstmals als Spieler der Miami Heat ins Chase Center zurück und traf auf das Franchise, mit dem er an der Seite von Curry eine der größten Schützenpartnerschaften der NBA-Geschichte aufgebaut hatte. Thompson beendete das Spiel mit elf Punkten bei drei von zehn Würfen, doch der Abend gehörte seinem früheren Backcourt-Partner. Die Niederlage ließ Miami bei 3:6 zurück, weiterhin auf der Suche nach Konstanz zu Beginn der Saison, und die Heat werden sich neu formieren, wenn sie am Sonntag die Sacramento Kings besuchen.
Ein Meilenstein und was als Nächstes kommt
Für Golden State hatte der Sieg eine Bedeutung, die über die Tabelle hinausging. Currys Dreier im ersten Viertel brachte ihn an Robertson vorbei auf Platz 17 der ewigen Scorerliste der Liga – ein weiterer Meilenstein in einer bemerkenswerten Karriere. Die Warriors, nun gleichauf mit den San Antonio Spurs bei der längsten Siegesserie der NBA, empfangen am Samstag die Orlando Magic, bevor sie am Montag auf die New Orleans Pelicans treffen, und beginnen dann am Mittwoch, dem 11. November, eine Auswärtsreise über fünf Spiele. Wenn das dritte Viertel gegen Miami ein Maßstab ist, werden die wartenden Teams nicht auf die Mannschaft treffen, die mit 0:3 gestartet ist.
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