San Miguel holt 20 Punkte Rückstand auf und schockt NLEX – Fajardo knackt die 10.000
June Mar Fajardo hat als 19. Spieler der PBA-Geschichte 10.000 Karrierepunkte erreicht – an einem Abend, an dem San Miguel im Ynares Center in Antipolo einen 20-Punkte-Rückstand im Schlussviertel in einen 135:133-Sieg gegen NLEX drehte.

San Miguel dreht 20 Punkte Rückstand und schockt NLEX – Fajardo knackt die 10.000
June Mar Fajardo ist der 19. Spieler in der 50-jährigen Geschichte der Philippine Basketball Association, der 10.000 Karrierepunkte erreicht hat – und das an einem Abend, an dem seine San Miguel Beermen jeden einzelnen davon brauchten: Nach einem 20-Punkte-Rückstand im Schlussviertel schlugen sie NLEX am Mittwoch im Ynares Center in Antipolo noch mit 135:133 und beendeten die Vorrunde des PBA Season 50 Governors’ Cup in großem Stil.
Geschichte und Hochspannung teilten sich an diesem Abend die Bühne im Ynares Center. San Miguel stand vor einem der größten Rückstände der Saison – 20 Punkte hinten bei noch zehn Minuten auf der Uhr – und fand trotzdem einen Weg zum Sieg, besiegelt durch eine Schlusssequenz, die erst nach Beratung der Schiedsrichter, einem Goaltending-Pfiff und 5,2 Sekunden purem Chaos entschieden war.
Nach einem Korb von Deonte Burton lagen die Beermen bei noch 10:07 Minuten mit 98:118 hinten, und das Spiel schien gelaufen. Dann zündete Don Trollano die Aufholjagd. Der Routinier versenkte einen Vier-Punkte-Wurf zum Auftakt des San-Miguel-Schlussspurts, und als Jerrick Ahanmisi und Import George King aus der Distanz trafen, hatten die Beermen den Rückstand bei noch 2:47 Minuten auf vier Zähler verkürzt – 127:131.
NLEX, das dreieinhalb Viertel lang hinter Burtons 43-Punkte-Explosion dominiert hatte, bekam plötzlich keinen Stop mehr hin. Trollano glich 53 Sekunden vor Schluss zum 133:133 aus, und nachdem Robert Bolick auf der Gegenseite einen Korbleger vergeben hatte, legte San Miguel den Ball in die Hände seines Imports.
King zog hart zum Korb und legte ab – der Ball prallte vom Ring ab, doch Bolick hatte am Netz gezogen, während der Ball noch darüber war, und die Schiedsrichter entschieden auf Korb-Interferenz. Der Pfiff brachte San Miguel bei noch 5,2 Sekunden die 135:133-Führung.
NLEX bekam eine letzte Chance. Rookie LJ Gonzales bekam einen freien Wurf aus der linken Ecke, doch sein möglicher Sieg-Dreier sprang vom Ring, und Chris Ross sicherte den Rebound – die Beermen vollendeten eines der größten Comebacks des Governors’ Cup.
„Vor dem Spiel habe ich der Mannschaft gesagt: Lasst uns spielen, um zu gewinnen“, sagte San-Miguel-Coach Leo Austria hinterher. „Auch wenn wir wissen, dass es hier um die Platzierung geht – wir wollen den Killerinstinkt entwickeln, den wir hatten, seit wir zum ersten Mal Meister geworden sind.“
Eine Meilenstein-Nacht für den Kraken

Das Comeback machte den Sieg besonders. Der Meilenstein machte die Nacht historisch.
Fajardo, der einzige neunfache MVP der Liga, ging mit fünf fehlenden Punkten auf die 10.000 ins Spiel. Er schaffte es bei 1:22 Minuten im ersten Viertel – sein Korb glich zum 24:24 aus und ließ die Beermen-Bank jubeln.
Der 36-jährige Center beendete die Partie mit 26 Punkten, 10 Rebounds und fünf Assists – und stellte sicher, dass seine Meilenstein-Nacht nicht mit einer Niederlage endete. Er ist der 19. Spieler, der die Marke in einem halben Jahrhundert PBA erreicht, und erst der zweite aktive Spieler nach TNTs Jayson Castro, der die 10.000 im Commissioner’s Cup im vergangenen Mai geknackt hatte.
Der vierfache MVP Ramon Fernandez bleibt mit 18.996 Punkten der beste Scorer der Ligageschichte – ein Rekord, der weiter einsam über allem steht. Doch Fajardo steht mit 36 Jahren nun in erlesenem Kreis und hat noch viele Spiele vor sich, um die Rangliste weiter zu erklimmen.
Burtons 43 verpuffen – NLEX behält trotzdem Platz eins

Für NLEX wurde die Niederlage zur bitteren Randnotiz einer großartigen Einzelleistung. Import Deonte Burton schenkte den Beermen 43 Punkte ein, darunter einen Runner bei noch 1:23 Minuten, der die Road Warriors mit 133:129 in Führung brachte und wie der Siegwurf aussah.
Robert Bolick steuerte 13 Punkte und 15 Assists bei – Karrierebestwert –, Schonny Winston kam auf 20 Punkte, Gonzales ebenfalls auf 20, doch die Niederlage ließ sich nicht verhindern. NLEX hatte zu Beginn des Schlussviertels nach Winstons Run mit 116:96 geführt und war um 20 davongezogen – das Team wirkte wie der Gruppen-A-Favorit, der es die ganze Saison war.
San Miguels Revanche schmeckte auch deshalb süß, weil die Beermen ihr Hinspiel am 26. Juli mit 96:110 gegen eben diese Road Warriors verloren hatten – eine Niederlage, die GMA News als Lektion durch ihren „Hinrunden-Peiniger“ beschrieb. Dieser Sieg tilgte die Scharte nicht – und er brachte nicht einmal Platz eins.
Beide Teams beendeten die Vorrunde mit 9:3, doch NLEX behielt dank der Quotientenregel und des 14-Punkte-Siegs im Hinspiel den ersten Platz in Gruppe A. San Miguel wurde Zweiter, weil die nötige Siegmarge für den Spitzenplatz fehlte.
Der Trostpreis ist Momentum. San Miguel trifft im Viertelfinale auf den Gruppendritten aus Gruppe B – möglicherweise Magnolia, Rain or Shine, Phoenix oder Barangay Ginebra – und die Beermen gehen in die Playoffs mit dem Wissen, dass sie gewinnen können, wenn um sie herum alles zusammenbricht.
King beendete die Partie mit 27 Punkten bei 10 von 20 Würfen, dazu neun Rebounds, vier Blocks und drei Assists – eine Leistung, die das Vertrauen rechtfertigte, das San Miguel in seinen Import setzt. Trollanos 23 Punkte und 10 Rebounds von der Bank trugen den Schlussspurt, Marcio Lassiter steuerte 19 Zähler bei, CJ Perez 14. Jericho Cruz und Trollano löschten mit Körben in Serie NLEXs letzten Vier-Punkte-Vorsprung aus, ehe Kings Siegwurf folgte.
Der Boxscore erzählt die Geschichte eines Thrillers: Viertelstände von 30:32, 60:68, 96:112 und 135:133. Ein 20-Punkte-Comeback, ein Siegwurf per Korb-Interferenz, ein vergebener Eck-Dreier zum Ausgleich mit der Schlusssirene – und ein 10.000-Punkte-Meilenstein bei 1:22 Minuten im ersten Viertel.
An einem Mittwochabend in Antipolo bekam der philippinische Basketball all das in 48 Minuten.
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